Die Folgen sinkender Kinderzahlen sind bereits heute spürbar. Der Kinderschutzbund Regionalverband Freiberg e. V. erlebt in
seinen Einrichtungen unmittelbar, welche Folgen der Rückgang der Kinderzahlen für die Kindertagesbetreuung hat.
Was zunächst nach einer Chance für mehr Zeit und bessere Betreuung für jedes einzelne Kind klingt, führt in der Praxis
zunehmend zu Einsparungen:
– Öffnungszeiten werden verkürzt – und damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erschwert.
– Personalstunden werden reduziert. Das verunsichert pädagogische Fachkräfte ebenso wie Mitarbeitende in Technik und Verwaltung.
– Weniger Personal trifft auf gleichbleibende und wachsende Anforderungen, beispielsweise durch Inklusion, Migration und einen steigenden
Beratungsbedarf von Familien in schwierigen Erziehungssituationen.
– Räume und Bereiche in Kitas werden geschlossen oder können nicht mehr genutzt werden bzw. werden Kitastandorte geschlossen
Damit geht genau das verloren, was Kinder und Familien brauchen: verlässliche Beziehungen, Zeit, Sicherheit und gute pädagogische Begleitung.
Wir haben die Kinder, Familien und pädagogische Fachkräfte gefragt: „Was brauchst du in deiner Kita, damit du stark in die Zukunft gehen kannst?“
Sie zeigen auf ganz unterschiedliche Weise, was eine gute Kita für Kinder bedeutet: Zeit, Beziehungen, Gemeinschaft, Sicherheit, Beteiligung und Raum für Entwicklung.

Der Schlüssel zu einer qualitativ guten pädagogischen Arbeit sind Fachkräfte, die ausreichend Zeit für Kinder und Familien haben. Sinkende Kinderzahlen dürfen deshalb nicht dazu
führen, dass Personal abgebaut und Kitainfrastruktur verloren geht. Sie müssen vielmehr als Chance genutzt werden, die Qualität der Betreuung zu verbessern und jedem Kind mehr Zeit und Aufmerksamkeit zu ermöglichen.
Wir fordern deshalb mehr Investitionen in die frühkindliche Bildung – insbesondere eine Verbesserung des Personalschlüssels.








